Schach Mainz

Einzelmeisterschaften 2001
des Schachbundes Rheinhessen e.V.
in Mainz-Laubenheim

Gleb Voropaev Rheinhessenmeister 2001
Ingo Münch Schnellschachmeister 2001

Rheinhessenmeister Gleb Voropaev Vom 07.-14. April 2001 fanden in Mainz-Laubenheim die diesjährigen Einzelmeisterschaften des Schachbundes Rheinhessen statt. Ausgerichtet wurden die Meisterschaften vom Vorstand des Schachbundes Rheinhessen. Die großzügigie Sporthalle wurde durch die Stadt Mainz zur Verfügung gestellt. 96 Teilnehmer kämpften in 5 Klassen um Meistertitel und Aufstieg. Erstmalig fand auch wieder ein Seniorenturnier statt.
Zum Abschluß fand am Samstag traditionell die Schnellschachmeisterschaft statt, die Ingo Münch vor weiteren 58 Teilnehmern für sich entscheiden konnte.

Die Sieger

Meisterturnier 1Gleb Voropaev
Meisterturnier 2Christian Lantzsch
Hauptturnier 1Andreas Haasler
Hauptturnier 2Patrick Völbel
SeniorenturnierJosef Daitche
SchnellschachIngo Münch


Teilnehmer, Ergebnisse, Tabellen, Fotos ...

Turniersaal in Laubenheim


  • Ausschreibung
  • Terminplan

  • Meisterturnier 1
  • Meisterturnier 2
  • Hauptturnier I
  • Hauptturnier II
  • Seniorenturnier

  • Schnellschachmeisterschaft
  • DWZ-Auswertung
  • (Alle Partien (CB6 und PGN))

  • Rückblick auf die EM 2000
  • Rückblick auf die EM 1999
  • Rückblick auf die EM 1998
  • Rückblick auf die EM 1997
  • Mainzer Rheinzeitung vom 18.04.2001:

    Der Herausforderer holt den Turniersieg

    Schach: Favorit Kai Wornath (TSV Schott) nur rheinhessischer Vize-Meister

    Von Gert Adolphi

    MAINZ. Nicht der Favorit Kai Wornath vom Bundesligisten TSV Schott Mainz gewann das Meisterturnier I bei den Rheinhessischen Schachmeisterschaften in der Laubenheimer Ried-Sporthalle. Den Sieg sicherte sich überraschend Gleb Voropaev von den Schachfreunden Heimersheim.

    Schon in Runde zwei trafen die beiden heißesten Anwärter auf den Erfolg im Meisterturnier I aufeinander. Auf dem Papier war Kai Wornath der stärkere: Der 26-jährige Bundesliga-Spieler brachte als Fide-Meister als Einziger einen Titel ins Turniergeschehen mit. Gleb Voropaev aus Heimersheim steht erst kurz vor der Erlangung des untersten Grades der Meisterskala.

    Auch Wornaths ELO-Zahl - die Punkte, mit denen die Schachspieler ihre Spielstärke ermitteln - war um rund 100 höher als die seines Konkurrenten. Doch zu diesem frühen Zeitpunkt im Turnier wollte noch keiner der beiden Konkurrenten eine Entscheidung erzwingen. Nach kurzem Spiel einigten sich Wornath und Voropaev auf ein Remis. Eine taktische Entscheidung: Wer mit Macht den Sieg wollte, lief Gefahr, eine Niederlage zu kassieren. Das Risiko scheuten beide.

    Auch die folgenden der insgesamt neun Runden, verteilt auf eine Woche Turnierdauer, überstanden die beiden Favoriten ohne Niederlage. Das Top-Duo schuf so einen beruhigenden Abstand zum Rest des Zehnerfeldes. Voropaev erwies sich als der Konstantere. Bis zur letzten Runde gewann er Spiel um Spiel.

    Wornath dagegen musste in Runde vier gegen Dirk Loef (Sfr. Heidesheim) und Runde fünf gegen Reinhard Sabel (Sfr. Mainz) zwei weitere Punkteteilungen akzeptieren. Im Gegensatz zum taktischen Remis gegen Voropaev kämpfte der Fide-Meister beide Partien bis zum Letzten aus. Doch es reichte nicht zum Sieg. Gegen Sabel hatte Wornath sogar noch Glück, dass er einen halben Punkt behielt.

    Damit genügte seinem Rivalen in der Schlussrunde ein Remis zum Rheinhessen-Titel. Voropaev zog das Spiel auf den Abend des vorletzten Turniertages vor, begnügte sich mit dem notwendigen halben Punkt und schlief mit der Gewissheit, den Turniersieg und die Qualifikation für die Rheinland-Pfalz-Titelkämpfe geholt zu haben, ein und am Finaltag gemütlich aus.

    Christian Lantzsch (Sfr. Heidesheim) und Patrick Sieber (Landskrone-Altrhein Oppenheim) werden im nächsten Jahr um den Turniersieg in der rheinhessischen Königsklasse mitspielen. Lantzsch gewann vor Sieber das Meisterturnier II und steigt zusammen mit ihm in die Klasse I auf.

    Beachtlich das Abschneiden von Juliya Krasnopeyeva (SK Gau-Algesheim): Als einzige Frau in beiden Meisterturnieren holte sie im Meisterturnier II die Hälfte aller möglichen Punkte und wurde Fünfte. Auch im Hauptturnier I machte eine Frau von sich reden: Verena Rotermund von Vorwärts Orient Mainz lag während der sieben Runden stets knapp hinter den Führenden des Feldes der über 40 Konkurrenten. Am Ende belegte sie mit fünf Siegen einen Zähler hinter dem Sieger und punktgleich mit dem Dritten den sechsten Rang.

    Dieser Wettbewerb war lange Zeit spannend. Nach vier Runden führten Vincent Jaeck (SV Ingelheim), Andreas Haasler (Sfr. Heidesheim), Viktor Gebel (Sfr. Heimersheim) und Andreas Wissemann (Vorwärts Orient Mainz) gemeinsam mit 3,5 Punkten. Dahinter lauerten weitere Spieler mit 3 Zählern. Die fünfte Runde brachte Bewegung in die Spitze: Haasler gewann gegen Wissemann, Jaeck gegen Gebel, Krannich gegen Nils Lindemann (SV Worms). Jaeck und Haasler führten nun mit 4,5 Punkten den Wettbewerb an. Mit einem halben Punkt Rückstand folgten Krannich und Michael Vesper (SC Lerchenberg). In der vorletzten Runde besiegte Haasler im Spitzenspiel Jaeck, Krannich im Verfolgerduell Vesper. Die Situation vor der Schlussrunde: Die Heidesheimer Klubkollegen Haasler (5,5 Punkte) und Krannich (5) lagen in Front. Mit einem weiteren halben Punkt Rückstand folgte Jaeck.

    Die Partie der beiden Führenden entschied über den Sieg. Am Ausgang der Partie schieden sich die Geister: Die einen fanden es einen witzigen Abschluss, die anderen wollten eine unsportliche Entscheidung darin sehen. Nach elf Zügen hatten die Heidesheimer eine Pattstellung erreicht. Der Verlauf war selbstredend unter den Freunden abgesprochen worden, denn es ist auch eine Kunst, nach nur so wenigen Zügen, die Partie auf diese Weise zu beenden. Haasler gewann das Hauptturnier, Krannich blieb Zweiter, da auch Jaeck gegen Vesper remisierte.

    Letzte Änderung: 18.04.2001 R.Sabel

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