Schach Mainz

Uni Mainz deutscher Vizemeister 1999


Vor 4 Wochen starteten acht Studenten der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität zu einer Reise nach Magdeburg, um dort vom 11.-16. Mai an den diesjährigen Deutschen Hochschul- Mannschaftsmeisterschaften im Schach teilzunehmen. Entgegen der letzten Jahre war es im Vorfeld gelungen, eine recht spielstarke Mannschaft zusammenzustellen, so daß man sich Hoffnungen auf eine Platzierung im ersten Tabellendrittel machte.

Bei den Deutschen Meisterschaften wird an acht Brettern gespielt, wobei die Reihenfolge der Spieler zu Beginn festgelegt werden muß und ein Tauschen nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund beschlossen die Mainzer, ihre Mannschaft taktisch aufzustellen. So spielte mit Christian Becker (Schachfreunde Heidesheim) der nach seiner Ratingzahl schwächste Mainzer am 1. Brett. Erst am 2. Brett folgte der Zweitligaspieler Jörg Kienast (TSV Schott). An den weiteren Brettern spielten Ingo Münch (Schachfreunde Mainz), Frank May (Bad Kreuznach), Michael Gundlach, Martin Bauer, Michael Baitinger und Peter Faßnacht (alle Schachfreunde Mainz). Mit dieser Aufstellung rangierte die Universität Mainz auf Platz 5 der Setzliste, hinter den Universitäten Rostok, Dresden, Hamburg und Magdeburg.

Gleich zu Beginn gelang den Mainzern ein überzeugender 6:2-Erfolg gegen Weimar. Der zweite Kampf gegen Osnarbrück verlief jedoch etwas enttäuschend, da man nicht über ein 4:4 hinauskam. Danach spielten die Mainzer jedoch stark auf und schlugen hintereinander die stark eingestuften Mannschaften aus Mannheim (6,5:1,5) und Magdeburg (5:3). Es folgte der Kampf gegen den Titelverteidiger aus Rostock, der fast mit einer kompletten Zweitliga-Mannschaft angereist war. Rostock gab sich keine Blöße und der Kampf ging mit 2,5:5,5 für Mainz verloren. Damit war Rostock bereits uneinholbar davongeeilt, während es für die Mainzer nunmehr darum ging, um den 2. Platz zu kämpfen. In der sechsten Runde traf man auf Dresden und trennte sich nach wechselhaftem Verlauf mit 4:4. Die letzte Runde war dann an Dramatik kaum zu überbieten. Mainz mußte sich mit der Universität Halle auseinandersetzen, die für diesen Kampf sogar den starken Erstligaspieler und künftigen Großmeister Alexander Naumann rekrutiert hatte. Dieser kam jedoch überraschenderweise nicht über ein Remis gegen Christian Becker hinaus, was die Sensation des Turniers darstellte. Auch an den restliche Brettern spielten die Mainzer erfolgreich und gewannen den Kampf letztendlich sicher mit 5:3. Nun hing alles von dem Parallelkampf Dresden-Magdeburg ab. Sollte Dresden diesen Kampf nicht verlieren wäre die Universität Mainz Deutscher Vizemeister. Die Dresdner waren für diesen Kampf jedoch nicht in Bestbesetzung angetreten, so daß es lange nach einem Sieg für Magdeburg aussah. Erst die letzte Partie des gesamten Turniers brachte Dresden ein 4:4 und der Universität Mainz damit den Vizemeistertitel. Maßgeblich für diesen Erfolg war die taktische Aufstellung der Mainzer. An den hinteren drei Brettern verloren Bauer, Baitinger und Faßnacht zusammen keine einzige Partie und wurden an ihrem Brett jeweils Brettbeste.

Tabelle:

1. Rostock
2. Mainz
3. Magdeburg ....

Für Mainz spielten:

1. C. Becker (Heidesheim); 1/6 + 1kl (Remis gegen Naumann!)
2. Kienast; 2/6 + 1kl
3. Münch 4/7
4. May (Kreuznach); 3,5/7
5. Gundlach 3/7
6. M. Bauer 5,5/7
7. Baitinger 5,5/7
8. Faßnacht 6,5/7
Ingo Münch

Letzte Änderung: 06.06.1999 RRSabel

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